Mein kleiner Getreidekurs beginnt nun also heute am Montag mit dem … (gut, gut, Ihr habt es ja oben alle schon gelesen) … REIS! Da sind in der Kommentarfunktion also bitte Eure veganen REISrezepe gefragt … Verlinkt sie also gern! Ich freue mich auf Reiskuchen, Reiskekse, Reismilch und und und …
In dieser Woche stelle ich Euch nun also – den Wochentagen entsprechend – die einzelnen Getreide und Ihre Entsprechungen vor. Ja, dies ist ein wenig altertümlich, anthroposophisch oder gar spirituell aber vielleicht habt Ihr ja Lust, Euch dem mal zu öffnen … Am Ende der Reihe – also Sonntag – verlinke ich Euch dann eine Datei, auf der Ihr dann alles zusammengefasst und schwarz auf weiß auf einem DIN-A-4 Blatt habt … Ihr braucht also nicht mitschreiben 😉 Cool, oder!?
Der vorwiegend im ostasiatisch angebaute Reis steht in einem engen Verhältnis zum (silbernen) Mond, der hier auf der Erde für Wasserbewegungen im Großen (Gezeiten) und Kleinen verantwortlich ist. Reis wächst in Wasserterrassen und so werden auch die Reispflanzen vom sich hin- und herbewegenden Wasser sanft umspült.
Die Enge Beziehung zum Wasser drückt sich bekanntermaßen auch in der Ernährung des Menschen aus. Das menschliche Gewebswasser kommt durch den Reis in Fluss. Hierzu gibt es viele diätische Anweisungen zu entwässernden Reistagen. Dies hat natürlich auch chemische Gründe, da Reis einen 10 Mal niedrigeren Natriumgehalt, als zum Beispiel die Kartoffel, hat (die aber auch gern zu Entwässerungstagen empfohlen wird). Natrium aber bindet Wasser im Körper.
Die allgemein leichte Verdaulichkeit ist sicher auch dem geschuldet, dass Reis zu den glutenfreien Getreidesorten gehört. Es ist also frei von Gliadin. Das Eiweiß des Reises ist also nicht in den Randschichten (Klebereiweiß) eingelagert sondern durchzieht das gesamte Korn auch im Mehlkörper.
Da Reis beim Kochen einen Schleim bildet, ist er bei Magen/Darminfekten (speziell Durchfällen) heilend einsetzbar, durch die extrem leichte Verdaulichkeit auch wunderbar für Kleinstkinder.
Durch die schwache Verwurzelung der Reispflanze ist auch der Reiskorn wenig mineralisiert (Mineralstoffe einer Pflanze werden durh die Wurzeln im Boden aufgenommen), was wiederum bedeutet, dass er keine großen Impulse für Denkleistungen oder waches Bewusstsein liefern kann.
Völker, die sich vornehmlich von Reis, eben einer Pflanze mit schwacher Erdverbundenheit, ernähren, bleibt viel Raum für ein tiefes und ‚reiches Seelenleben mit spielerischer Geschäftigkeit‘²
Die hierzu passende Tugend lautet (und klingt ein wenig, wie ‚Konfuzius sagt‘):
‚Bedenke Deine Entschlüsse bevor Du zur Tat schreitest‘
Wenn man das nun alles so gelesen hat und überlegt, welchem Temperament diese Pflanze wohl entspricht, kommt man schnell auf das phlegmatische Temperament.
Die Temperamentenlehre von Hippokratis ist übrigens waaaahnisinnig spannend und könnte als einzelnes Thema behandelt werden
(Schematische Darstellung) Vom Körperbau neigen Phegmatiker typischerweise zu Übergewicht. Sie bewegen sich langsam, gern auch mal schlurfend. Sie sind mäßig an Handlungen interessiert. Die Reaktionsfähigkeit eines Phlegmatikers ist eher bedächtig und schwelgend … Eben im ‚Fluss des Lebens‘. Er braucht länger, um auf Geschehnisse zu reagieren und ist auch dann keine Kämpfernatur … aber, wenn er sich an die neue Situation gewöhnt hat, ist er ein beständiges Teammitglied, was seine Aufgaben gewissenhaft erledigt – Hauptsache er fühlt sich wohl und immer ‚gemach, gemach‘.
Therapeutisch ist Reis bei dem Phlegmatiker also eher nicht einzusetzen. Er braucht da mehr ein Getreide, was ihn etwas antreibt … Ihn dürfte zum Beispiel gern mal ‚der Hafer stechen‘ 😉 Im Gegensatz hierzu wär es einen Versuch wert, einem Choleriker mal eine Reiskur zu verpassen (wobei ‚verpassen‘ beim Choleriker vermutlich aussichtslos wär … Doch dazu wann anders!)
Zusammengefasst haben wir am Montag also folgende Entsprechnungen:
- Wochentag: Montag
- Getreide: Reis
- Planet: Mond
- Metall: Silber
- Tugend: siehe oben
- Temperament: Phlegma
Ihr seht, die Urkräfte des Reiskorns ist durchaus eine, die wir in unserer immer oberflächlicher und schneller werdenden Zeit sehr gut gebrauchen können und gern ein- bis zwei Mal pro Woche auf dem Speiseplan stehen darf.
Ich habe für Euch natürlich auch ein paar Reisrezepte … Ihr müsst nur auf das jeweilige Bild klicken …





Also .. Das war der erste Tag meines kleinen Getreidekurses … Fragt gern, wenn Ihr Fragen – speziell zum Therapeutischen – habt.
Nun lehne ich mich aber erstmal zurück und freu mich auf Eure Reisrezepte … Also … Immer ran an die Kommentarleiste
²Udo Renzenbrink, ‚Die sieben Getreide‘


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