Habt Ihr Euch in den letzten Tagen mal auf den FoodBlogs umgeschaut? Rezepte von Suppen und Eintöpfe wohin das Auge reicht! Kann doch kein Zufall sein, ich gestern die Grießklößchensuppe hatte und heute nun das Gulasch!?
Meine Prognose? Das eisig kalte Wetter und die Lust nach ‚Einfachem‘ nach den Festschmaustagen … Was meint Ihr?
Gulasch wollte ich schon lääängst veganisieren, habe aber nie so recht die Zeit dafür gefunden. Nun hatte ich aber schon am Wochenende Lust drauf, leider fehlten mir einige Zutaten … Die hab ich nun heute aber besorgt und direkt losgelegt!
Zunächst wieder die Frage, was macht ein Gulasch aus?
Die Hauptzutat von Gulasch ist … (neben der Brühe) … Fleisch, Fleisch, Fleisch! Oh Schreck! Die gute Nachricht ist, dass weder Ei- noch Milchprodukte zu ersetzen sind … Yuchuuu!
Das wichtigste war also, eine wirklich gute Konsistenz des Fleisches hinzubekommen und eine sämige Sauce mit ‚Tiefe‘ zu kreieren. Hierzu brauchte ich also viiiele Gewürze, die in die Tiefe gehen, sprich: Kümmel, Zimt, Senf, Knoblauch und Röstaromen … MASSEN
an Röstaromen – DIE habe ich durch einen – sagen wir mal – etwas speziellen Bratvorgang erhalten. Die Konsistenz der Sojaschnetzel habe ich dadurch fleischartig – und nicht so typisch schwammartig – gemacht, indem ich die Sojaschnetzel zuerst in Öl angebraten und erst DANN in der eigentlichen Sauce gekocht habe. Ihr werdet sehen. Das Ergebnis ist wirklich süper!
Was ist nun dieser ’spezielle Bratvorgang‘??
Die Sojaschnetzel müssen angebraten werden , damit – wie gesagt – die Konsistenz schön bissig wird. Auch müssen Zwiebeln, Knoblauch, Zitronenschale und diverse Kräuter angebraten werden, damit zig verschiedene Röstaromen entstehen. Zuletzt wird Tomatenmark (neben Brühe die Basis für die Sauce) mit angebraten, damit die Säure reduziert wird. Es ist zugegebener Maßen ein großer Pamps, der obendrein auch noch etwas unappetitlich aussieht, den Ihr da im Topf schnell und gut rühren müsst, damit auch ja nichts anbrennt – Aber ich verspreche Euch, in DEM Moment, wenn DIESER Pamps mit Rotwein und Brühe gelöscht wird, beginnt sich diese Masse in eine Köstlichkeit zu verwandeln … Ehrlich!
Dazu habe ich ‚Volanti-Pasta‘ gemacht … Finde die haben eine tolle Größe und nehmen die Sauce super auf. Spirelli gehen aber auch … Oder Spätzle! Wer es etwas Besonders mag, kann auch gut Polenta dazu machen
Ja, das war es schon mit den größten Geheimnissen des Gulaschs, was sooo lecker ist, dass mein Großer glatt vergessen hat, dass er Sojaschnetzel nicht
ausstehen kann! Dass Unmengen an Paprika und Majoran in ein Gulasch gehören ist ja kein Geheimnis … Aber der ’spezielle Bratvorgang‘ ist eben DAS, was aus einem deftigen Paprika-Eintopf ein Gulasch, also wirklich ein GULASCH macht …
Uff … Nachdem ich das hier nochmal gelesen habe … muss schon sagen, ganz schön hoch gesteckt die Gulaschlatte … Aber … So what! Ich bleib dabei …
Nun aber genug getönt … Hier ist das Rezept als PDF Datei für das so hoch gepriesene Gulasch



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